Soundcore Motion X600 im Test: Stellt so manchen Konkurrenten in den Schatten! (2024)

Soundcore Motion X600: Design, Verarbeitung und Lieferumfang

Der erste Eindruck zählt und an dieser Stelle enttäuscht der Soundcore Motion X600 nicht. Sein Gewicht von 2 Kilogramm, der Griff aus hochwertigem Metall und der robuste Grill an der Front vermitteln sofort ein Gefühl von Qualität.

Optisch pendelt der Lautsprecher zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Der auffällige Tragegriff erinnert an die Zeiten des Ghetto Blasters, während die moderne Bauweise und Farbauswahl definitiv im Heute verankert sind. Unser Testmodell in "Polargrau" ist dabei eher dezent gehalten. Wer mehr Farbe bevorzugt, bekommt den Lautsprecher auch in "Mondblau" und "Auroragrün".

Mit praktischem Tragegriff lässt sich der Motion X600 überall hin mitnehmen.

Sämtliche Bedienelemente sind auf der leicht geneigten Oberfläche des Lautsprechers untergebracht und beleuchtet, was die Bedienung bei schlechten Lichtverhältnissen erheblich erleichtert. Die Einschalttaste ist etwas tiefer eingelassen, um sie im Dunkeln schneller zu finden.

Auf der Rückseite befinden sich hinter einer Abdeckung aus Gummi ein AUX-IN und der USB-C Anschluss zum Laden. Ansonsten ist der 31 x 17 x 8 cm große Lautsprecher auf der Unterseite noch mit vier Gummifüßen versehen, die für eine bessere Standfestigkeit sorgen. Besonders erwähnenswert ist der Wasserschutz nach IPX7.

Einer Regendusche hält er damit Stand und auch am Badesee oder Strand muss man sich kaum Gedanken um Spritzwasser machen. Das macht den Lautsprecher zu einem vielseitig einsetzbaren Begleiter für Outdoor-Aktivitäten.

Allerdings gibt es einen Aspekt, der zur Vorsicht mahnt: Während robustere Modelle wie der JBL Charge 5 mit einem strapazierfähigen Stoffüberzug punkten, ist die Oberfläche des Soundcore Motion X600 empfindlicher für Kratzer.

Der Lieferumfang ist eher spartanisch und konzentriert sich auf das Wesentliche: Im Karton finden sich neben dem Lautsprecher ein USB-C auf USB-C Kabel sowie eine Kurzanleitung. Wer ein Netzteil erwartet hat, wird allerdings enttäuscht. Zum Laden kann immerhin jedes handelsübliche Smartphone-Ladegerät mit USB-C Anschluss verwendet werden.

Soundcore Motion X600: Funktionen und App

Spatial Audio

Eines der bemerkenswertesten Features des Soundcore Motion X600 ist zweifellos die "Spatial Audio"-Funktion. Sie hebt den Lautsprecher von der herkömmlichen Stereowiedergabe ab und verleiht dem Klang eine räumliche Dimension, die an Dolby Atmos erinnert. Die Aktivierung erfolgt ganz einfach per Tastendruck, und der Unterschied ist sofort spürbar: Mit aktiviertem Spatial Audio erhält die Musik oder der Podcast, den man hört, eine faszinierende Tiefe und räumliche Qualität.

Was besonders auffällt, ist die Konsistenz des Klangs aus verschiedenen Richtungen. Bewegt man sich im 360-Grad-Winkel um den Lautsprecher, bleibt die Klangqualität nahezu unverändert, was für eine beeindruckende Hörerfahrung sorgt. Dieses Feature geht weit über das hinaus, was man üblicherweise von einem tragbaren Lautsprecher erwarten würde und stellt definitiv mehr als nur ein nettes Extra dar.

Bassanhebung

Für Nutzer, die gerne die Kontrolle über den Bassanteil ihrer Musik haben möchten, bietet der Soundcore Motion X600 eine dedizierte Bass-Taste. Die Funktion erfüllt genau das, was man erwartet: Sie verstärkt die tiefen Frequenzen und liefert einen reichhaltigen Bass, obwohl wir es hier mit einem vergleichsweise kompakten Gerät zu tun haben.

Die Intensität des Basses ist ordentlich, insbesondere wenn man die Größe des Lautsprechers in Betracht zieht. Mit einem traditionellen Lautsprechersystemen, das in der Regel aber auch wesentlich größer und sperriger ist, hält der Motion X600 jedoch nicht mit.

TWS-Modus und Telefonie

Wer sich ein noch breiteres Stereo-Bild wünscht, hat die Möglichkeit zwei Motion X600 Lautsprecher miteinander zu koppeln. Einer übernimmt dann den linken, der andere den rechten Kanal. Darüber hinaus ist der Lautsprecher mit einem eigenen Mikrofon ausgestattet, sodass eingehende Anrufe direkt über das Gerät angenommen werden können. Ein durchdachtes Feature, das die Benutzerfreundlichkeit weiter erhöht.

Soundcore App

Schließlich bietet Soundcore eine eigene App an, die auch mit anderen Audioprodukten von Anker kompatibel ist. Die App ermöglicht es, grundlegende Funktionen wie Lautstärke und EQ-Einstellungen zu steuern. Es stehen vier voreingestellte Klangprofile zur Verfügung, aber man hat auch die Möglichkeit, über einen Neun-Band-EQ individuelle Anpassungen vorzunehmen. Das erlaubt es, einzelne Frequenzen je nach persönlichem Geschmack zu erhöhen oder zu senken.

Homescreen
EQ-Profile
Neun-Band-EQ

Obwohl die App einige nützliche Funktionen bietet, ist sie nicht unbedingt erforderlich, um den vollen Funktionsumfang des Lautsprechers zu nutzen. Die meisten grundlegenden Einstellungen können direkt über die Bedientasten des Geräts vorgenommen werden. Überraschenderweise sind Funktionen wie Spatial Audio oder die Bassanhebung in der App nicht steuerbar. Hier besteht also durchaus noch Verbesserungspotential.

Soundcore Motion X600: Klang und Performance

In puncto Klangqualität liefert der Soundcore Motion X600 weitgehend ab. Die Bässe und Höhen sind ausgesprochen klar und detailliert und mit aktivierter Bassverstärkung erreicht der Lautsprecher eine beeindruckende Tiefe. Das ist bei tragbaren Lautsprechern nicht selbstverständlich. Im direkten Vergleich muss sich der Motion X600 nur dem JBL Xtreme 3 geschlagen geben, der in Sachen Bass und Lautstärke noch einen draufsetzt. Allerdings schneidet er besser ab als der häufig empfohlene JBL Charge 5, der in einer ähnlichen Preisklasse angesiedelt ist.

Sämtliche Bedientasten befinden sich auf der geneigten Oberseite.

Durch die Aktivierung des Audio-Codecs LDAC über die Soundcore App, gewinnt der Klang zusätzlich an Dynamik. Allerdings muss das verbundene Gerät den Codec ebenfalls unterstützen. Zu den wenigen kompatiblen Modellen gehören bestimmte Geräte von Samsung, Sony und Xiaomi, sowie das von uns getestete Nothing Phone (2).

Die Schwäche des Motion X600 liegt klar im Mitteltonbereich. Durch die vielen kleinen Treiber werden die Mittenfrequenzen etwas stiefmütterlich behandelt. Der Klang wirkt jedoch nicht leer oder hohl, dennoch fehlt es an der Fülle und Wärme, die man sich gerade in Musikgenres wie Rock wünscht. Mit der Spatial-Audio-Funktion kann diese Schwäche zum Teil kompensiert werden. Sie verleiht dem Klang eine vertikale Dimension, was Anlass genug ist, Spatial Audio dauerhaft aktiviert zu lassen.

Soundcore Motion X600: Akku

Die Akkuleistung des Soundcore Motion X600 bewegt sich in einem soliden Bereich, kann jedoch nicht mit einigen Konkurrenten mithalten. Laut Herstellerangaben hält der Akku bei 25% Lautstärke etwa 12 Stunden, ein Wert, der in unserem Test bestätigt werden konnte. Wer den Lautsprecher mit mittlerer Lautstärke von 50% betreibt, kann immerhin noch mit rund 10 Stunden Laufzeit rechnen. Zum Vergleich: Der JBL Charge 5 bietet mit etwa 20 Stunden Laufzeit ein deutlich länger anhaltendes Klangerlebnis.

Zwischen dem Bedienfeld befindet sich ein Treiber der nach oben strahlt.

In puncto Ladezeit zeigt sich der Motion X600 nicht von seiner besten Seite. Zwar ist der Akku nach rund 4 Stunden bereits weitgehend geladen, um ihn jedoch vollständig aufzuladen, dauert es insgesamt 6 Stunden. Hier wäre eine Schnellladefunktion definitiv ein willkommenes Feature gewesen. Eine Funktion, die dem Soundcore Motion X600 fehlt und die man bei einigen Konkurrenzmodellen findet, ist die Möglichkeit, den Lautsprecher als Power Bank zu nutzen.

Für Gelegenheiten, bei denen die Musik über einen längeren Zeitraum laufen soll, wäre eine höhere Akkukapazität oder eine schnellere Ladezeit sicherlich vorteilhaft. Für den alltäglichen Gebrauch oder kleinere Veranstaltungen ist der integrierte Akku jedoch ausreichend.

Soundcore Motion X600 im Test: Stellt so manchen Konkurrenten in den Schatten! (2024)
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Author: Arielle Torp

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